Die einzelnen Feste stellen markante Wendepunkte im Laufe des Jahres dar: Mit dem
Yulfest wird die Geburt des
Sonnengottes gefeiert, die Macht der Dunkelheit ist gebrochen, die Nächte werden ab diesem Tag wieder kürzer.
Zu Lichtmeß erneuert sich die Göttin und kehrt als Jungfrau aus der Unterwelt in die Welt der Menschen zurück. Die Tage
werden ab jetzt auch morgens früher hell, die Natur bereitet sich auf einen neuen Fruchtbarkeitszyklus vor.
Zu Ostara, der Frühlingstagundnachtgleiche, vereinigen sich Gott und Göttin. Die Saat ist ausgesät.
Zu Walpurgis wird die Hochzeit von Gott und Göttin gefeiert. Der nahe Sommer kündigt sich an.
Mittsommer ist das Fest des Gottes, die Sonne hat ihre größte Kraft erreicht. Der Herr des Lebens und des Reifens
erhält seine Königswürde.
Das Schnitterfest ist das erste Erntefest. Der Gott wird geopfert, um die Nahrung für Mensch und Tier einzubringen.
Durch seinen Tod kann der Gott die Unterwelt als neues Königreich erobern.
Zu Mabon, der Herbsttagundnachtgleiche und zweitem Erntefest, ist die Ernte eingebracht. Der Gott kehrt noch einmal
aus der Unterwelt zurück, und fordert die Göttin auf, zu ihm in sein Reich zu kommen.
Das Fest der Toten ist Halloween, da an diesem Tag die Grenzen zwischen den Dimensionen verschwimmen
und die Seelen der Verstorbenen mit den Lebenden Kontakt aufnehmen können. Es ist gleichzeitig das dritte Erntefest, das
sich auf die innere Ernte bezieht, die wir im Laufe des Jahres für uns persönlich eingebracht haben.
Wenn wir lernen, unser Augenmerk auf den Kreislauf des Jahres zu richten, gelangen wir wieder in Einklang mit den
Rhythmen der Natur. Dies ist gerade für den Menschen unserer Tage wichtig, dem unter Neonlicht in klimatisierten Räumen
der Bezug zur Natur abhanden gekommen ist.